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Am Dienstag dieser Woche veröffentlichte Charta-Mitglied Initiative D21 im Rahmen ihres Jahreskongresses den jährliche Digital-Index. Für die größte Studie zum Onlineverhalten und Digitalisierungsgrad in Deutschland befragt die D21 repräsentativ über 20.000 Bürger. Und die gaben Interessantes zu Protokoll. Grundsätzlich steigt die Offenheit der Deutschen gegenüber digitalen Anwendungen und Medien: Zwei Drittel der Befragten erwarten zudem, dass der Umgang mit digitalen Medien und Programmierkenntnissen bereits in der Schule vermittelt wird. Ein Anliegen, dass auch von den Daten der Studie gestützt wird. Weiterhin kann maximal die Hälfte der Bevölkerung in der Begriffswelt der Digitalisierung mitreden.

Und rund die Hälfte der Befragten fühlt sich bei dem Gedanken, von intelligenten Programmen und Maschinen umgeben zu sein, unwohl.

Der Anteil derjenigen, die das Internet mobil nutzen, steigt weiter konstant um fünf Prozent pro Jahr an und liegt nun bei 64 %. Gleichzeitig bleibt mobiles Arbeiten die Ausnahme. Nur 16 % der Befragten gaben an, ihre mobilen Endgeräte dafür zu nutzen. Ein Viertel der Befragten sagte, dass sie durchaus mobil arbeiten würden, dies in ihrem Unternehmen jedoch nicht möglich ist.

Regional zeigen sich deutliche Unterschiede im Onlineverhalten. In den Stadtstaaten Berlin und Hamburg nutzen mittlerweile 86 % das Internet. In den östlichen Bundesländern sinkt dieser Wert auf nur 72 %. Ähnliche deutlich sind die Abstände beim mobilen Surfen.

Eine Stagnation erleben die Wearables, also Fitnessarmbänder oder Smartwatches. Nur jeder Zwanzigste nutzt sie. Auch die große Zeit der Desktop-PC’s scheint endgültig vorbei, ihr Anteil sinkt ebenso konstant wie die Nutzung mobiler Geräte zunimmt.

Die sehr leserfreundlich und übersichtlich gestaltete Studie bietet eine umfassende Diskussionsgrundlage für alle Akteure der digitalen Transformation und wird so fast schon zur Pflichtlektüre.

Bild: Initiative D21

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